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Bredella erinnert an Bratello

Pratteln wird 1103 erstmals als «Bratello» erwähnt. Der historische Dorfkern erinnert auch heute noch an die Zeit, als das Bauerndorf Pratteln zum Besitz der Herren von Eptingen gehörte.

Nach dem Salzfund und dem Aufbau der Salinen sowie dem Bau der Eisenbahn und dem Anschluss an das Tramnetz der Stadt Basel wurde aus dem ländlichen Dorf im späten 19. und 20. Jahrhundert ein Industriestandort.

Nach dem zweiten Weltkrieg beschleunigte der Bau der Autobahn die Entwicklung der ganzen Region. Insbesondere die Wirtschaft profitierte vom neuen Standortvorteil. Industrie und Logistik wuchsen weiter stark. Freizeiteinrichtungen, Ausbildungsstätten, Handel und Detailhandel kamen dazu. Der Siedlungsraum wurde immer grösser – der Metropolitanraum Basel ist entstanden.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse etwas verschoben: Die Produktion wurde an kostengünstigere Standorte verlegt und stark automatisiert. Produziert wird heute «just in time» und deutlich schneller als früher. Der Flächenbedarf dafür ist ebenso gesunken wie die Zahl der dafür benötigten Mitarbeitenden. Dienstleistungen aller Art haben dagegen stark an Bedeutung gewonnen. Das Bevölkerungswachstum hält an. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung. Das weitere Einzonen von Land ist kaum mehr möglich. Der Ruf nach der inneren Verdichtung nimmt zu. Ehemalige Industrieareale bieten sich für Umnutzungen an. Vor allem wenn sie so zentral gelegen sind wie Bredella, stellt sich die Frage, warum dort nicht mehr zeitgemässe Arbeitsplätze und Wohnungen für eine grössere Zahl von Menschen gebaut werden sollen.

Mit dem Wachstum hat sich das Dorf Pratteln bis hin zum Bahnhof entwickelt, während das Gebiet nördlich der Bahnlinie mehrheitlich der Industrie vorbehalten blieb. Die damit verbundene harte Trennung beginnt sich mehr und mehr aufzulösen: Auf beiden Seiten der Bahn sind neue grosse Überbauungen und Hochhäuser, die sich in Gestalt und visueller Wirkung immer ähnlicher sind, entstanden. Mit den Arealentwicklungen «Zentrale» (ehemals Coop Zentrale), «HIAG» (ehemals Rohner) und «Bredella» auf den Arealen der beiden Firmen Buss AG und Rohrbogen AG wird Pratteln Mitte, also der Bereich zwischen der Bahnlinie und der Hohenrainstrasse, eine weitere starke Aufwertung erfahren. Die beiden Seiten der Bahn werden spätestens dann als ein neues Ganzes wahrgenommen werden, womit das städtische Pratteln erkenn- und erlebbar wird und eine neue Identität erhält.

Hier finden Sie noch mehr Informationen zur Umsetzung unseres Entwicklungsprojekts in den nächsten Jahren:

Geschichtsträchtige Chronologie

1850 DAS BAUERNDORF

1850 DAS BAUERNDORF

Pratteln das Bauerndorf. Die Bahnlinie wird erst 1854 eröffnet.

1925 DER INDUSTRIESTANDORT

1925 DER INDUSTRIESTANDORT

Pratteln der Industriestandort. Fabriken entstehen und wachsen.

1970 IM WACHSTUM

1970 IM WACHSTUM

Pratteln im Wachstum. Der Autobahnanschluss lässt Pratteln boomen.

2018 IM WANDEL

2018 IM WANDEL

Pratteln im Wandel. Der Vorort wird selber immer städtischer.

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