Ein geschichtsträchtiges Areal
Das Bredella-Areal blickt auf rund 150 Jahre Geschichte zurück. Seine Entwicklung ist eng mit Pratteln verbunden – einer Gemeinde, die erstmals 1103 als «Bratello» erwähnt wurde und sich vom Bauerndorf zu einem Industriestandort entwickelte.
1883 – Gründung und Aufbau in Pratteln
Carl Albert Buss gründete 1883 in Basel eine Werkstatt für Bau- und Kunstschlosserei. Mit der Eröffnung von Albert Buss & Cie. in Pratteln im Jahr 1893 begann die industrielle Nutzung des Areals.
Das Unternehmen spezialisierte sich auf Stahl- und Anlagenbau – insbesondere im Stahlwasserbau – und entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Produktionsstandort. Der direkte Bahnanschluss trug wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung des Standorts bei.
1919 – Gründung der Buss AG
Am 30. Mai 1919 wurde die Buss AG im Handelsregister eingetragen. Damit entwickelte sich das Unternehmen vom handwerklich geprägten Betrieb zu einem industriell organisierten Unternehmen und prägte den Standort Pratteln über Jahrzehnte hinweg.
Ab 1970 – Strukturwandel
Mit der Ölkrise Anfang der 1970er-Jahre setzte ein grundlegender Wandel ein. Die Nachfrage nach klassischen Industrieanlagen ging zurück, und die Bedeutung der Schwerindustrie nahm ab. Damit begann auch der Niedergang des zuvor stark geprägten Industrieareals, auf dem in Spitzenzeiten rund 1’100 Personen arbeiteten.
Zwischen 1979 und 1990 übernahm die Georg Fischer AG aus Schaffhausen schrittweise die Mehrheit der Buss-Aktien. In dieser Phase wurde das Unternehmen neu strukturiert und in mehrere Geschäftsbereiche aufgeteilt, darunter Kunststoffe, Chemieanlagen, Stahl- und Wasserbau sowie Immobilien & Services. Daraus gingen eigenständige Unternehmen hervor, von denen einige bis heute am Standort tätig sind. So bleibt der Name «Buss» weiterhin mit dem Areal verbunden, etwa durch Firmen wie die Buss ChemTech AG oder die Buss AG.
Parallel dazu wurde das Areal schrittweise für neue gewerbliche Nutzungen geöffnet. Ein Denkmal auf dem Hohenrainkreisel erinnert bis heute an die industrielle Vergangenheit und die Bedeutung von Buss für Pratteln.
Ab 2000 – Entwicklung zum Buss Industriepark
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Nach der Neuorganisation des Unternehmens gingen Teile des Areals in neue EigentĂĽmerstrukturen ĂĽber. Im Jahr 2001 erwarb der Luzerner Unternehmer Hermann Alexander Beyeler das Industrieareal und entwickelte den Standort schrittweise zum heutigen Buss Industriepark weiter.
Bestehende Gebäude wurden weitergenutzt und durch neue Bauten ergänzt, darunter das Anaxo-Gebäude. Mit der Ansiedlung von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen sowie punktuellen kulturellen Nutzungen entstand ein vielseitig genutzter Gewerbestandort.
Der Buss Industriepark bildet bis heute eine wichtige Grundlage fĂĽr die laufende Transformation des Areals zum neuen Stadtquartier Bredella.
2022 – Übernahme durch Ina Invest AG
Im Jahr 2022 ĂĽbernahm die Ina Invest AG den Buss Industriepark. Damit wurde die Grundlage fĂĽr die gezielte Weiterentwicklung des Areals geschaffen.
2025 – Integration in Cham Swiss Properties AG
Seit der Fusion der Ina Invest AG und der Cham Group AG am 8. April 2025 gehört der Buss Industriepark zur Cham Swiss Properties AG. Die Cham Swiss Properties AG ist in der Schweiz stark verankert und steht für eine langfristig orientierte und nachhaltige Immobilienentwicklung.
Die Bredella AG ist Teil dieser Struktur und ĂĽbernimmt die operative Entwicklung und Bewirtschaftung des Standorts.
Heute – Nutzung und Transformation
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Das rund 80’000 m² grosse Areal ist weiterhin ein bedeutender Arbeitsstandort. Aktuell sind rund 80 Unternehmen mit etwa 1’000 Beschäftigten im heutigen Buss Industriepark tätig.
Der Industriepark bildet die Schnittstelle zwischen der industriellen Vergangenheit und der zukĂĽnftigen Entwicklung. Schrittweise wird das Areal aus der bestehenden Nutzung heraus in das neue Stadtquartier Bredella transformiert.
Zukunft – Bredella
Langfristig entsteht auf dem Areal ein durchmischtes Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Die industrielle Vergangenheit – insbesondere die Prägung durch die Firma Buss – bleibt mit dem Erhalt der historischen Halle als identitätsstiftendes Element erhalten. So verbindet Bredella Geschichte und Zukunft zu einem neuen urbanen Ort in Pratteln.