Bredella direkt am Bahnhof Nord in Pratteln Mitte

Nachhaltigkeit

Der neue Stadtteil wird auf der Basis eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzeptes entwickelt. Dieses umfasst die drei Bereiche Umwelt, Soziales und Ökonomie – und zwar gleichwertig.

Energie ist dabei zwar ein äusserst wichtiges Thema, aber eben nur eines unter vielen. Die Erfüllung des Ziels, einen Stadtteil nach dem Modell der 2000-Watt-Gesellschaft zu bauen, hängt nicht in erster Linie von der städtebaulichen Grundkonzeption ab. Viel wichtiger ist die Planung und Bauweise der einzelnen Gebäude. Auf der Ebene des Quartierplans sind im Zusammenhang mit der angestrebten Nachhaltigkeit vor allem folgende Aspekte wichtig:

Lebensqualität

Die innere Verdichtung des Siedlungsraumes ist eine zentrale Massnahme nachhaltiger Planung, da so der weitere Verbrauch von Kultur- und Naturfläche vermieden werden kann. Eine qualitätsvolle bauliche Verdichtung führt zu Vielfalt und Vernetzung, was zur Lebensqualität und Identitätsbildung beiträgt. 

Mobilität

Ein vielfältiges Nutzungsangebot erlaubt es, einen Grossteil der alltäglichen Besorgungen im neuen Stadtteil selber oder in der näheren Umgebung und zu Fuss zu machen. Dies führt zu einer Belebung des öffentlichen Raums und ermöglicht Kontakte zwischen den Bewohnern. Die Zahl der Fahrten mit dem Auto in benachbarte Zentren wird reduziert und die nachhaltige Mobilität mit Fahrrad, ÖV und Carsharing attraktiver. Mit einem Mobilitätskonzept sollen weitere Massnahmen definiert werden, mit denen die Verkehrsflüsse optimiert und die verschiedenen Verkehrsträger aufeinander abgestimmt werden. 


Energieproduktion

Der Strombedarf wird zu einem Drittel durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach gedeckt. Zusätzliche Photovoltaiken an den Häusern sind denkbar. 

Anergienetz

Bredella liegt im Bereich eines Energieverbundes mit ausreichendem Potenzial zur Deckung des Grundbedarfs an Wärme. Ergänzend oder alternativ dazu ist auch ein Anergienetz denkbar. Denn Wohnnutzungen haben einen höheren Wärme- als Kältebedarf. Bei fast allen anderen Nutzungen ist das Umgekehrte der Fall. Das heisst: es fällt Abwärme an, die zum Heizen der Wohnungen genutzt werden kann, indem sie mittels Wärmetauscher zunächst in das Anergienetz übertragen und verteilt und anschliessend mittels einer Wärmepumpe auf die gewünschte Temperatur zur Beheizung der Wohnungen gebracht wird. 

Klima

Die Notwendigkeit einer klimaangepassten Entwicklung des Siedlungsraumes wird heute kaum mehr bestritten. Die wichtigsten sind der sommerliche Wärmeschutz an allen Gebäuden, verschattete Plätze im Aussenraum, die Begrünung des Aussenraums und der Dächer, Wasserbecken sowie eine gezielt geplante Durchlüftung des gesamten Areals. 

Weniger versiegelte Flächen

Die Aussenräume bei Bredella werden abwechslungsreich und naturnah gestaltet. Eine ökologische Ausgleichsfläche entlang der Gleise und begrünte Flachdächer sind ein zusätzlicher Beitrag zur Artenvielfalt im Quartier. Das heute graue und praktisch vollständig versiegelte Industrieareal wird zur grünen Lunge von Pratteln Mitte.